Wie bestimmt man den Wert eines Diamanten?
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Diamanten sind die wahrscheinlich bekanntesten Edelsteine der Welt. Doch wissen Sie, wie Sie den Wert eines Diamanten bestimmen können?
In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, welche Merkmale zur Bewertung eines Diamanten gehören und wie Sie ganz leicht in das Diamanten-Jargon miteinsteigen können.
In der Qualitätsbewertung eines Diamanten werden Ihnen häufig die sogenannten vier C's begegnen. Diese vier C's stehen für das Gewicht in Karat (englisch: Carat), die Farbe (englisch: Color), den Schliff (englisch: Cut) und die Reinheit (englisch: Clarity). Kennen Sie diese vier Merkmale eines Diamanten, können Sie wahrscheinlich schon einiges über den Wert des Steines aussagen. Gehen wir diese einmal Schritt für Schritt durch.
Gewicht (Carat)
Das Gewicht eines Diamanten wird in den allermeisten Fällen in Karat angegeben. Ein Karat beträgt 0,20 Gramm, was wenig scheint, doch ein einkarätiger Diamant hat bereits eine bemerkenswerte Größe von, bei einem durchschnittlichen Brilliantschliff, etwa 6,5 mm Durchmesser. Bei steigender Karatzahl erhöht sich der Wert des Diamanten bei gleichbleibenden anderen Merkmalen exponentiell. Vielleicht kennen Sie den Begriff 'hochkarätig' - hier kommt er her.
Farbe (Color)
Obwohl wir Diamanten meist mit einer farblosen Erscheinung in Verbindung bringen, kann ein Diamant verschiedene Farben haben. Hier ist es wichtig, zwischen den sogenannten Fancy Farben und dem weiß-gelb Farbspektrum zu unterscheiden. Letztere lässt sich anhand einer Farbtabelle festlegen. Diese reicht von D (hochfeines Weiß), bishin zu Z (gelb getönt). Auf diesem Spektrum gelten Diamanten im weißeren Bereich (D) als wertvoller als die im gelblichen Bereich. Außerhalb dieses Spektrums gibt es allerdings auch farbige Diamanten, die sogenannten Fancy-Diamanten. Diese können in verschiedenen Farben auftreten, wie rosa, rot, grün, braun, oder sogar schwarz. Je nach Seltenheit und Natürlichkeit können Fancy-Diamanten genauso wertvoll oder sogar wertvoller sein als ein perfekt weißer D-Diamant.
Schliff (Cut)
Auch der Schliff, also die Form und die Schliffart, eines Diamanten spielt in der Bestimmung seines Wertes eine Rolle. Es gibt sehr viele verschiedene Schliffe. Die beliebtesten und bekanntesten sind wahrscheinlich der runde Brilliantschliff, der Marquise-Schliff, der Princess-Schliff und der Tropfenschliff. Es gibt allerdings auch seltenere Schliffe, wie den Herzschliff oder den Cushion-Schliff. Je facettenreicher und präziser der Schliff, desto besser kommt die natürliche Strahlkraft des Diamanten zur Geltung. Ein gut ausgeführter Schliff ist somit werthaltiger als ein einfacherer oder schlechter ausgeführter Schliff.
Reinheit (Clarity)
Die Reinheit eines Diamanten beschreibt, ob und wenn ja wie ausgeprägt Einschlüsse im Stein existieren. Auch hier gibt es vorgegebene Abstufungen, die ganz klar mit einer Wertung in Verbindung gebracht werden können. Die beste Reinheit wird mit der Stufe 'lupenrein' beschrieben, und geht über VVS1-2 (Very Very Slight Inclusions), VS1-2 (Very Slight Inclusions) und SI1-2 (Slight Inclusions) in den mit bloßem Auge sichtbaren Bereich P1-3 (Pikee).
Das waren die vier C's, anhand derer man schon sehr viel über den Wert aussagen kann. Es sind aber nicht die einzigen Merkmale, die auf einem Zertifikat zu finden sind. Wie Symmetrie, Floureszenz und Polish in den Wert des Diamanten einfließen können, erforschen wir in unserem nächsten Blog-Beitrag.
Bis dahin,
Ihr Loewen-Team